Aus Medical Tribune vom 08.12.2006:
Bei Kniearthrose Füße massieren ! :
Schicken Sie Ihre Gonarthrose-Patienten zur Fußreflexzonentherapie! Eine Studie der Universität Jena fand heraus, dass diese nicht nur Schmerzen lindert, sondern auch das Knie mobiler macht. Nach sechs Wochen Reflexzonentherapie sanken die Items für Schmerz und Steifigkeit deutlich im WOMAC. 87 % der Patienten fühlten sich gebessert, hieß es in einem Posterbeitrag von Catharina Güttner beim Deutschen Schmerzkongress.
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Aus "MMW, Fortschritte der Medizin" Ausgabe 4, 25.01.2007:
Kaffee verhindert Muskelkater:
Wenn man im Fitnesscenter Gewichte stemmt, sollte man vorher vielleicht zwei Tassen Kaffee trinken. Dann wird der Muskelkater hinterher nur halb so schlimm. Dies ergab eine Studie aus den USA. Neun Probandinnen wurden dort zu Übungen angehalten, die mit Sicherheit zu Muskelkater führen. Sie erhielten vorab Koffein- bzw. Placebotabletten. Die Koffeinmenge im Verum entsprach etwa der von zwei Tassen Kaffee. Mit Koffein kam es zu signifikant weniger Muskelschmerzen.
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Aus "Der Spiegel" Ausgabe 12/07:
Zu viel Dämpfung?
Unter Verletzungen der Achillessehne leiden Hochleistungssportler genauso wie Freizeitjogger. Bisher ging die Sportmedizin davon aus, dass Überbeanspruchung der Grund für die Beschwerden sei. Nun zeigt eine Studie der Sporthochschule Köln, dass hohe Belastungen nicht immer negativ sind. Bei Tests wurde Probanden das eine Bein mit niedrigen Gewichten und vielen Wiederholungen aufgebaut, das andere mit hoher Last und geringer Anzahl. Nach 14 Tagen war das Muskelwachstum an beiden Beinen fast identisch. "
Aber nur bei hohen Belastungen wuchs auch die Sehne mit", sagt der Sportwissenschaftler Adamantios Arampatzis. Bisher wird nach Verletzungen stets mit geringen Gewichten trainiert, und auch die Sportschuhindustrie müsste umdenken, weil die starke Dämpfung der Schuhe zwar die Gelenke schont, aber die Achillessehne schwächt.
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Aus "www.medizin- online.de/plexus":
Ein paar Glas Wasser gegen Kopfweh
Kopfschmerzen werden öfter durch Flüssigkeitsmangel ausgelöst, als man meinen könnte. Dementsprechend sollten Patienten, die Kopfschmerzen aufziehen fühlen, den Versuch machen, erst einmal ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, bevor das Problem mit Analgetika angegangen wird. Raten Sie, etwa einen halben Liter Wasser zu trinken! Normales Mineralwasser reicht, es müssen keine besonders angereicherten Wässerchen sein. Die Schmerzen verschwinden meist innerhalb von 30 Minuten. Das gilt übrigens auch für Migräne-Patienten.
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Aus "Ärzte-Zeitung", 21.02.2008:
Mit Theraband üben gegen Kopfschmerz.
"Wir haben in unserer Schmerzambulanz bei Patienten mit chronischem Spannungskopfschmerz gute Erfahrungen mit der Rezeptierung von Physiotherapie mit Massagen, passiver Bewegung des Kopfes, sowie Schulung der Kopfhaltung gemacht", berichtet eine Kollegin. Außerdem zu empfehlen seien isometrische Übungen mit einem Latexband. Dabei wird durch An- und Entspannung mit langsam ansteigendem Widerstand die Halsmuskulatur trainiert. In den ersten sechs Wochen sollte zweimal täglich bis zu 15 Minuten geübt werden, anschließend zweimal pro Woche. Der Analgetikaverbrauch sinke mit diesen Maßnahmen deutlich, und die Patienten selbst berichteten subjektiv über ein höheres Wohlbefinden.
(Quelle: medizin-online.de/plexus)
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Aus "Fit for Fun" 09/08
Hauptschuld an Migräne: Hormone und Stress
Zwar lösen eine Vielzahl sogenannter Trigger die gefürchteten Kopfschmerzattacken aus, wie Alkohol, Schlafmangel oder Rotwein. Doch laut einer neuen US-Studie sind gerade bei Frauen Hormonschwankungen, etwa zur Zeit der Regel, der wichtigste Faktor. Auch unter Stress leiden Migränepatienten besonders. Es werden verstärkt Schmerzimpulse ausgesandt. Diese Faktoren sollten bei der Therapie auf jeden Fall berücksichtigt werden.
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Aus "Focus", Nr. 38/15.09.2008
Schmerzgehirn
Patienten die regelmäßig Schmerzmittel einnehmen leiden achtmal häufiger an chronischen Kopfschmerzen als Menschen, die solche Medikamente nicht schlucken. Dies ergaben mit insgesamt 18.000 Probanden durchgeführte Studien des Deutschen Kopfschmerzkonsortiums. Die anhaltende Pein beeinflusst auch die Struktur des Gehirns, wie Kernspintomografien Betroffener zeigten. Im Schmerzzentrum verringerte sich die Dichte bestimmter Nervenzellen. Bei rechtzeitiger Behandlung können sich die Abnormitäten jedoch innerhalb von drei Monaten wieder zurückbilden.
Unter chronischem Kopfschmerz und Migräne leiden in Deutschland acht Millionen Menschen. Dadurch geht pro Jahr eine Million Arbeitstage verloren.
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Aus "Medical Tribune", 44. Jahrgang, Nr. 50, 11. Dezember 2009
"Anfallsweise Wangenweh";
Migräne schmerzt auch im Gesicht
Nürnberg - Migräneattacke in der Backe: Manch ein Betroffener spürt im Kopfwehanfall auch Schmerzen in Unterkiefer und Wange. Wie häufig ist dieser Gesichtsschmerz?
In einer Bevölkerungsstichprobe von 6000 zufällig ausgewählten Einwohnern der Stadt Essen gaben 517 (15,4 %) an, unter Migräne zu leiden. Von diesen berichtete mindestens jeder vierte auch über Gesichtsschmerzen. Im persönlichen Interview konnte man dann bei 9 % der Migränegeplagten ei-nen migräneassoziierten Gesichtsschmerz dingfest machen. Hingegen gab nur ein Proband isolierte Beschwerden in Wange und Kiefer im Rahmen von Migräneattacken an, wie Dr. Min-Suk Yoon vom Universitätsklinikum für Neurologie Essen bei einer Posterrepräsentation auf dem 82. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie berichtete.
Hemikranie plus Schmerz im Gesicht kommt also relativ häufig vor, so die Folgerung. Isolierter Fazialschmerz als Migräneäquivalent scheint dagegen eher ein "Kolibri" zu sein.
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Aus "Ärztezeitung", Ausgabe 2, 19./20.02.2010
Migräne und Depression treten oft zusammen auf
Leiden (ars.) Migräne und Depression werden durch gmeinsame Erbfaktoren ausgelöst. Den genetischen Zusammenhang haben niederländische Forscher der Universität Leiden ddurch statistische Modellrechnungen ermittelt. In ihrer Studie mit rund 2500 Teilnehmern war das Risiko einer Depression bei Migräne ohne Aura um 30 % erhöht, bei Migräne mit Aura sogar um 70 % (Neurology 74, 2010, 288).
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Aus: "MMW - Fortschritte der Medizin", Nr. 7/2011 (153. Jahrgang)
Chronische Schmerzen; Versorgung muss besser werden
Etwa zwölf Millionen Menschen leiden bundesweit unter chronischen Schmerzen. Ihre nach wie vor schlechte Versorgungssituation zu verbessern, ist das Ziel der Initiative "Wege aus dem Schmerz", die von der Deutschen Schmerzliga (DSL), Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) und Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) ins Leben gerufen wurde und vom Unternehmen Pfizer unterstützt wird.
Chronischer Schmerz ist "längst eine Volkskrankheit", betonte Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede, Präsident der DGSS. Nach aktuellen Erhebungen ist einer von fünf Bundesbürgern betroffen. Allein für Patienten mit Rückenschmerzen fallen bundesweit jährlich 48,9 Millarden Euro an - enorme Summen, die laut DGS-Präsident Dr. Gerhard Müller-Schwefe vor allem auf das Konto "unzureichender Versorgung sowie mangelnden Verständnisses und Problembewusstseins gehen". Dass wirksame Behandlung bei chronischen Schmerzen aber machbar ist, zeigt sich z. B. am großen Erfolg des "Integrierten Versorgungs-Vertrags Rückenschmerz".
Die Forderungen auf einen Blick: Laut Treede braucht Deutschland "ein stärkeres Bewusstsein für diese Krankheit". Er und die anderen Initiatoren stellen vier Forderungen, die mithilfe einer bundesweiten Kampagne umgesetzt werden sollen:
1: Chronische Schmerzen erfordern mehr Aufmerksamkeit.
2: Chronische Schmerzen müssen als Krankheit anerkannt werden.
3: Schmerzen verlangen von Anfang an eine gezielte Behandlung.
4: Im Mittelpunkt steht der chronisch schmerzkranke Mensch.
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Aus "Medical Tribune", 46. Jahrgang, Nr. 7, 18.02.2011
Kernspin beweist, dass Akupunktur wirkt
CHICAGO - Schmerzzentren im Gehirn lassen sich offenbar mit Nadeln beruhigen! Versuche in der Kernspinröhre liefern neue Argumente für die Debatte, ob Akupunktur tatsächlich wirkt.
Eine Gruppe von 19 gesunden Freiwilligen erklärte sich bereit, im Dienst der Wissenschaft Schmerzen zu ertragen. Mithilfe von elektrischem Strom erzeugten Dr. Nina Theyson und Kollegen vom Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie der Uniklinik Essen bei ihren Probanden Schmerzen am linken Fußknöchel. Das gleichzeitig abgeleitete funktionelle Kernspintomogramm zeigte eine Aktivierung verschiedener zerebraler Areale die alle mit der Schmerzverarbeitung zu tun haben (kontralateraler supplementärer Motorkortex, somatosensorischer Kortex und Bereiche der Insel).
Anschließend erfolgte ein neuer Schmerzreiz-Versuch, jedoch diesmal unter Akupunktur. Angepikst hatten die Kollegen Hautbezirke zwischen den Zehen, unterhalb des Knies und nahe des Daumens. Um Akupunktur-Effekte und Nadelstichschmerz nicht zu vermengen, führte man die Akupunktur nicht auf der gleichen Körperseite wie die elektrische Reizung durch. Wie sich zeigte, ließ sich die zentralnervöse Aktivität des Schmerzzentrums durch die Pikserei deutlich dämpfen.
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Aus "der niedergelassene arzt", 7/2011
Kniegelenke trotzdem gesund
Marathonlaufen
Marathon hat keinen schädigenden Einfluss auf die Menisken, Knorpel und Knochen trotz der kaum vorstellbaren Belastung von 6200 Tonnen, die die Kniegelenke eines 75 Kilogramm schweren Läufers während eines Marathonlaufes abfedern müssen. Zum Vergleich: Die Stahlkonstruktion des Eiffelturms wiegt 7300 Tonnen.
Der Körper kann sich vermehrter Belastung anpassen. Nicht nur das Muskelgewebe wächst unter Belastung, auch die Knochendichte nimmt unter Anstrengung zu.
Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft e. V.
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Aus "Medical Tribune", 46. Jahrgang, 11.49,
09.12.2011
Abrupt gegen den Schmerz
Entzug für den Kopf
Nur allzu oft übertreiben es Kopfschmerzpatienten mit der Therapie, bis die Medikamente selbst die Cephalgie unterhalten. Besonders häuftig passiert dies mit Triptanen und Analgetika, aber selbst Coffein scheint nicht unschuldig. Die einzige therapeutische Lösung beim Analagetika-Kopfschmerz heißt Entzug. Danach bleiben mehr als zwei Drittel rezidivfrei. Und eine gute Schmerz-Prophylaxe macht den "Abschied" erfolgreich.